Unser CEO beim Aufnehmen eines Podcasts im HQ.

Aktuelles

20. August 2018 | Kategorie: 5vor12 News

Digitalisierung ist in aller Munde und trotzdem geht es nicht so richtig voran — woran liegt das?

Jochen Carle (JC): Ich glaube nicht, dass Digitalisierung schwierig ist. Es mag manchmal komplex sein, aber nicht schwierig. Digitalisierung ist nichts anderes als das Vorantreiben von IT in bis jetzt ungenutzte Bereiche, beispielsweise zwischen Kunde und Lieferant oder Kunde und Kunde.

Ganz viele haben versucht, da voranzukommen und sehr viele haben auch ziemlich viel Lehrgeld bezahlt. Man sieht es ja am Beispiel von Lidl, die jetzt ihr millionenschweres Digitalisierungsprojekt gestoppt haben.

Das Problem ist, dass Digitalisierung ein Schlagwort ist, genauso wie Industrie 4.0 oder Internet 2.0. Der Chef eines mittelständischen Herstellers von Blechteilen weiß nichts über IT. Man musste sich dort nie damit beschäftigen, denn IT war früher nur ein Tool für die Buchhaltung, für den Vertrieb usw. Bei Ihr oder Ihm kam nur der Budgetbedarf an — was irgendwie immer viel Geld war — ob es hilft, konnte man nicht wirklich sagen. Es war nur immer sehr klar, wenn das / die Systeme nicht funktionierten.

Jetzt nennt es sich das Ganze Digitalisierung und keiner in der Geschäftsleitung weiß so richtig, was sich dahinter verbirgt. Die Zeitungen und IHK-Vorträge sind auch eher nebulös. Für einen Unternehmer wird also nicht klar, wofür genau er jetzt Geld ausgeben soll.

Jeppe Hau Knudsen (JHK): IT war noch nie eine Führungs- oder Vorstandsfunktion in den meisten Unternehmen. Allerdings funktioniert kein Unternehmen ohne IT. Warum IT so schwer erscheint, liegt daran, dass das dafür zuständige Management aus einer Generation kommt, wo es gereicht hat, jedes Jahr die Produkte um ein paar Prozent zu verbessern. Für betroffene Unternehmen ist es schwer, eine Leistung, die nie wirklich ernst genommen wurde, jetzt in Führungsebenen aufzunehmen. Mit solch einer Neuauslegung geht immer auch ein Gefühl des Verlusts der Kernkompetenzen einher.

Ein bekanntes Beispiel sind Steuerberater. Im Augenblick sitzt jemand da und tippelt jede unserer Rechnungen in den Computer ein. Doch irgendwann werden uns Algorithmen sagen können, wer wieviel Geld bekommt und für was. Deswegen wird es in ein paar Jahren nicht mehr notwendig sein, eine klassische Buchhaltung oder Steuerberatung in der Form in der wir sie heute haben, weiterzuführen. Was das betrifft, hat sich die Branche zumindest von außen betrachtet noch keine ernsthaften Gedanken darüber gemacht, wie sie sich ändern muss.

Ist IT nur ein Mittel zum Zweck oder mehr?

JC: IT ist genauso wie Maschinen oder Fuhrpark ein Werkzeug, um den Unternehmenszweck voranzutreiben. Der Unterschied ist, dass man recht leicht verstehen kann, wie ein Auto funktioniert oder wie viel Sprit es braucht, nicht aber wann der richtige Zeitpunkt ist, einen neuen Server anzuschaffen oder in die Cloud zu gehen.

Die Verständnislosigkeit rührt mitunter auch daher, dass Informatiker auf einer ganz anderen Ebene wie etwa Vertriebler oder Ingenieure diskutieren. Software ist meist in einer Sprache geschrieben, die ein Nicht-Eingeweihter nicht verstehen kann. Das resultiert in einer Entfremdung zwischen der IT und der Geschäftsleitung, die diese meist nur wahrnimmt, wenn sie nicht funktioniert. Das wiederum hat zu einer Mystifizierung geführt, die sich bis heute recht hartnäckig hält. Bedingungslos alles in Software zu gießen ist keine Lösung. Der Mehrwert ist gefragt.

JHK: Das alles steht und fällt ja immer mit derselben Frage: Haben wir die Sache zu Ende gedacht? Doch dann kommt Blockchain & Co. um die Ecke und bevor man das Eine versteht, kommt schon das Nächste. Für das durchschnittliche Management kann es schwierig sein, überhaupt zu verstehen, wo man da anpackt.

Diese Mystifizierung, von der Jochen gesprochen hat, ist auch gewissermaßen Branchengesetz. Man hält sich beschäftigt, bis ein neuer Hype kommt. Das ist die schlechte und andererseits auch die gute Nachricht, denn es wird immer etwas Neues kommen, worauf man setzen kann.

Bisher wird IT nur verwendet, um Daten aufzubewahren. Unser Ziel sollte aber sein, diese zu verknüpfen und effizient für uns einzusetzen. Es macht allerdings den Eindruck, als ob man so arg damit beschäftigt ist, Geld zu verdienen, dass vergessen wurde, dass es morgen anders aussieht. Das Risiko, dass andere besser und schneller werden als wir es sind, muss erkannt werden.

Was ist die Aufgabe des Managements bzw. der IT, damit es in Zukunft besser läuft?

JHK: Die IT hat eigentlich keine besondere Aufgabe, außer dass die Prozesse lean und transparent laufen müssen. Das Management hingegen muss sich über die gegebenen Möglichkeiten aufklären lassen und dann die Zielstrategie aufstellen. In vielen Fällen ist es nicht ein informationstechnologisches sondern ein organisatorisches Thema. Erst wenn wir uns messbar gemacht haben, sollten wir Technologie draufsetzen. Dann wissen wir auch, was wir mit der neugewonnen Zeit besser machen können. Beispielsweise ernsthafte Kommunikation und den Dialog mit den Kunden aufgreifen.

JC: Die ITler müssen sich trauen, mit einfachen Worten zu erklären, was sie da tun und die Geschäftsleitung muss sich trauen zu sagen, ‚kannst du mir das nochmal so erklären, dass ich es auch verstehen kann?‘. Das Schwierige daran ist, dass es für jeden Anwendungsfall zwar Lösungen gibt, aber in keinem Unternehmen zieht sich eine Anwendungslandschaft konsequent durch alle Abteilungen — zwangsläufig nicht, denn es gibt Systeme, die sind gut für Buchhaltung und Systeme, die sind gut für Fabriksteuerung.

Es gibt kein Unternehmen, das nicht eine Art von ISO 9000 hat, aber bei wenigen steckt wirklich das in der Prozessdokumentation, was auch in den IT Systemen zu finden ist (alle die das haben, können sich gerne bei uns melden, wir freuen uns!).

Digitalisierung ist nicht so arg schwierig. Es wirft extrem spannende Fragen auf: Was können wir noch tun, außer dem, was wir jetzt schon tun? Welche Fähigkeiten haben wir, die wir in ein Thema einbringen können, das mit dem Blechbiegen, das wir heute machen, eigentlich gar nichts zu tun hat? Wir wissen etwas über Metall — was kann man aus diesem Wissen anderes machen? Das ist disruptives Denken.

 

Wo wir schon dabei sind, neue Dinge einzuführen: Unter jedem Interview wird es jeweils einen Kommentar von unseren beiden Consultants zu zwei beliebigen Schlagwörtern geben. Gerne reagieren wir auch auf Ihre Wortvorschläge!

 

#disruptive

JC: Ein Schlagwort. Im Zweifel ein großer Sprung, der das ganze Unternehmen verändert, aber in vielen Fällen erst mal nur ein Schlagwort.

#email oder #workflow

JHK: Workflow. Email ist das am wenigsten produktive Tool, das am meisten verwendet wird. Dass diese Dinger noch irgendwo ankommen und verwendet werden, ist ganz arg beeindruckend, weil mit Effizienz hat das nichts mehr zu tun und mit Kommunikation auch nicht. Aber zugegebenermaßen gibt es noch keine überlebensfähige Antwort darauf, die sich durchgesetzt hat.


31. Juli 2018 | Kategorie: News

Wir freuen uns bekanntzugeben, dass Jeppe Hau Knudsen Mitglied des Advisory Boards von asvin ist!

Mehr Infos über asvin auf https://www.asvin.io

Jeppe


17. Mai 2018 | Kategorie: News Podcast

Zeitmanagement mit ZEI° von Timeular

Hands up, wer schon immer einmal wissen wollte, wieviel (Arbeits-)Zeit er für Mails schreiben, Telefonieren oder PodCasts schauen 😉 verwendet?

Wir haben ein Gadget gefunden, mit dem dies möglich ist. Hiermit initiieren wir unsere neue PodCast Reihe „Gadget of the Month“ mit dem Zeitwürfel ZEI° von Timeular. Mit welchen Features dieser kommt und was für einen Nutzen er bringt, haben wir in diesem Video zusammengefasst.

Viel Spaß!

Neugierig geworden? Dann einfach hier vorbeischauen: https://timeular.com


4. Mai 2018 | Kategorie: Journal News

St.Antonius @ EN

Jedes Projekt entwickelt sich anders. Jedes Mal gibt es neue Aspekte, jedes Mal gibt es etwas zu lernen. Nach Fertigstellung eines Projekts führen wir deshalb gerne ein Follow-up Gespräch mit unseren Kunden durch.

Dieses Mal haben wir uns mit Claudia Vischer aus Waiblingen getroffen. Frau Vischer ist zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates der katholischen Kirchengemeinde St. Antonius in Waiblingen. Die Kirchengemeinde hat mit EN eine neue Website entwickelt, die seit Dezember 2017 online ist. Im Gespräch erklärt Frau Vischer, zuständige Projektleiterin, wie genau es zur Zusammenarbeit mit der executive now GmbH kam, wie das Projekt sich gestaltete und welche Ergebnisse dabei herauskamen. Ein kurzer Erfahrungsbericht.

Ausgangssituation

Bis 2017 hatte sich eine ehrenamtliche Mitarbeiterin der Kirchengemeinde um die Pflege der Website gekümmert. Es erschienen wöchentlich kirchliche Mitteilungen, Berichte, Bilder von Ausflügen und dergleichen. Aus technischen Gründen wurde dies so gehandhabt, dass alle Inhalte auf der Startseite hochgeladen werden mussten. Das machte die Seite unübersichtlich und viele Inhalte waren schwer zu finden.

Der erste Schritt zu einer neuen Website ging vom Öffentlichkeitsausschuss des Kirchengemeinderates aus. Für den Ausschuss war bereits klar, wie wichtig ein guter Internetauftritt für eine Kirchengemeinde heutzutage ist.

„Wir wollten eine moderne und ansprechende Website“, betont Frau Vischer im Gespräch. „Ein professionelles Ergebnis ohne externe Dienstleister wäre hier nicht möglich gewesen, weil wir nicht genügend Ressourcen und Know-how in der Gemeinde haben.“ Warum die Kirchengemeinde nicht auf die Diözese zurückgriff, die speziell für Kirchen kostengünstige Baukastensysteme für Websites anbietet, erklärt Frau Vischer damit, dass diese nicht den optischen Anforderungen der Kirchengemeinde entsprachen.

Vorgehensweise

Zunächst gab es einen Pitch, zu dem sechs Unternehmen eingeladen wurden, um ihre Ideen vorzustellen.

Die Entscheidung für die executive now GmbH war dann eine ganz klare. „Da steckte einfach viel mehr Kreativität dahinter als bei anderen Anbietern“. Vor allem die Präsentation hatte sehr großen Anklang gefunden und die Idee passte am Besten zu den Vorstellungen der Gemeinde.

Die alte Website, die noch in HTML geschrieben war, wurde durch eine anspruchsvollere und modernere WordPress Seite ersetzt, da diese einfache redaktionelle Arbeit mit geringem Wartungsaufwand ermöglicht. Dies war besonders wichtig, da sich zur Zeit der Öffentlichkeitsausschuss – besonders Frau Vischer und Herr Brodowy – um das Hochladen von Texten und Bildern kümmert. „Mit WordPress“, sagt Frau Vischer, „kann auch ich als Laie sehr gut umgehen“.

Auch die Struktur der Website wurde grundlegend geändert, um Unübersichtlichkeit und Dopplungen zu vermeiden.

„Um dies erfolgreich umzusetzen, hat das Projektteam von EN gleich zu Beginn des Projekts einen Workshop mit allen Beteiligten angesetzt, um zu klären, was die Gemeinde sich für die neue Seite genau wünscht“. Nachdem dies klargestellt war, beschäftigte sich der Ausschuss mit den Inhalten, die auf der Seite vorkommen sollten.

EN überlegte zwischenzeitlich, wie vorhandene Inhalte in die Struktur eingebettet werden konnten. Ganz entscheidend war dabei die Vereinbarkeit mit dem neuen Design der Website. Alle drei bis vier Wochen gab es ein Treffen mit dem Ausschuss, in dem Resultate abgestimmt und neue Aufgaben verteilt wurden.

Bei den Bildern, die auf der Website erscheinen, griff die Gemeinde auf einen professionellen Fotografen zurück.

Endphase

Die Umsetzung des Projekts dauerte letztendlich etwas weniger als ein Jahr. Dies lag mitunter auch daran, dass man sich Zeit lassen wollte, um wichtige Grundlagen auszudiskutieren und Entscheidungen gut abzuwägen. Gegen Ende jedoch ging es dann recht zügig.

Als die Seite fertiggestellt war, gab es einen abschließender Workshop. Dieser diente dazu, die Beteiligten im Umgang mit der neuen Seite zu schulen. Nach erneuter sorgfältiger Prüfung aller Inhalte wurde die Seite am 04.12.2017 online gestellt.

Im Nachgang hebt Frau Vischer noch einmal hervor, dass sich die Zusammenarbeit mit der executive now GmbH in jedem Fall gelohnt hat und das Ergebnis den Aufwand rechtfertigt. Das Ziel, eine anspruchsvolle, aber einfach zu bedienende Website zu kreieren, sei erreicht.  

Um die technische Wartung der Website kümmert sich die executive now GmbH auch weiterhin.

Innerhalb der Gemeinde ist man sehr zufrieden mit der Website. Auch von anderen Kirchengemeinden kamen schon positives Feedback und erste Kopierversuche.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen unter http://www.antoniusgemeinde.de

Ausblick

Auch andere Kirchengemeinden können von der St.Antonius Website profitieren. Das Template, das wir bei diesem Projekt erstellt haben, kann in seiner Grundform für weitere kirchliche Websites verwendet werden. Der Content muss jeweils angepasst werden, jedoch ist dies vergleichsweise weniger zeit- und kostenaufwendig.  

Das Gespräch mit Frau Vischer hat Rosa M. Gehrung, Business Analystin der executive now GmbH, am 06.04.2018 geführt. 

 


23. März 2018 | Kategorie: Journal News

Die 13 – eine Unglückszahl?

Für uns nicht, wir sind ja nicht abergläubisch!

Seit unserer Gründung 2005 haben wir 13 spannende, unterhaltsame und erfolgreiche Jahre zurückgelegt. Wir durften mit vielen tollen Menschen und Unternehmen zusammenarbeiten. Angefangen von der Lufthansa bis zur katholischen Kirche, vom Bundesministerium bis zum schwäbischen Softwarehaus.

Was uns dabei so erfolgreich macht?

Das was wir machen, machen wir richtig. Wir begleiten unsere Kunden von der Konzeption bis hin zur erfolgreichen Umsetzung eines Projekts. Unsere Offenheit und unser „out of the box“ Denken werden dabei am meisten geschätzt.

Und in Zukunft?

…werden wir genau das machen, was wir am besten können: statt Schlagworten und allzu theoretischen Konzepten konkrete Vorschläge und deren Durchsetzung für die erfolgreiche Weiterentwicklung von Unternehmen bieten.

Auf weitere 13 (oder auch mehr) fantastische Jahre 😉

 

¹Für die Linguisten: Triskaidekaphilie setzt sich aus den griechischen Wörtern tris (“drei”), deka (“zehn”), und philia (“freundschaftliche Liebe”) zusammen.